Aktueller Report
- JPMORGAN stuft Deutsche Börse AG auf ‚Overweight‘NEW YORK (dpa-AFX Analyser) – Die US-Bank JPMorgan hat die…
- BERNSTEIN RESEARCH stuft ROCHE HOLDINGS AG auf ‚Outperform‘NEW YORK (dpa-AFX Analyser) – Das US-Analysehaus Bernstein Research hat…
- BARCLAYS stuft Unilever PLC auf ‚Overweight‘LONDON (dpa-AFX Analyser) – Die britische Investmentbank Barclays hat die…
- GOLDMAN SACHS stuft RWE AG auf ‚Buy‘NEW YORK (dpa-AFX Analyser) – Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat…
- UBS stuft Sartorius Vorzuege auf ‚Neutral‘ZÜRICH (dpa-AFX Analyser) – Die Schweizer Großbank UBS hat Sartorius…
- DEUTSCHE BANK RESEARCH stuft LOREAL auf ‚Hold‘FRANKFURT (dpa-AFX Analyser) – Deutsche Bank Research hat die Einstufung…
- DEUTSCHE BANK RESEARCH stuft Nordea auf ‚Buy‘FRANKFURT (dpa-AFX Analyser) – Deutsche Bank Research hat die Einstufung…
- DEUTSCHE BANK RESEARCH stuft AKZO NOBEL NV auf ‚Hold‘FRANKFURT (dpa-AFX Analyser) – Deutsche Bank Research hat die Einstufung…
- DEUTSCHE BANK RESEARCH stuft DANONE auf ‚Sell‘FRANKFURT (dpa-AFX Analyser) – Deutsche Bank Research hat die Einstufung…
- BARCLAYS stuft UBS AG auf ‚Equal Weight‘LONDON (dpa-AFX Analyser) – Die britische Investmentbank Barclays hat die…
- Amazon und Anthropic Milliarden Deal – Politik: Insider-Handel Skandal – Öl bleibt bei 100 USD – Deutsche Produktion sinkt – SAP und Intel profitieren von starken Ergebnissen – Gold kaufen!
Liebe Leser,
in der Finanz-Historie gibt es nur wenig Beispiele, die an den aktuellen Chaos-Skandal und politische Insider-Handel vor allem der Trump Regierung herankommt. Eines ist klar: der Iran-Krieg testet die Nerven-Stärke der Händler am Finanzmarkt. Die Kurse / Indizes zucken mit starken Ausschlägen bei entsprechenden Veröffentlichungen in beide Richtungen. Der Ölpreis wird zum neuen Aktien-Barometer und am Ende werden bei all dem Wahnsinn die Aktienmärkte auf neue Allzeithochs getragen. Die konjunkturelle Entwicklung wird nicht mehr beachtet und das könnte den „Bullen“ am Aktienmarkt noch kräftig auf die Füße fallen. Aber die bisherigen Unternehmens-Ergebnisse sind tatsächlich stark. Auch die Ausblicke sind positiv.
Im Bereich der „Künstlichen Intelligenz“ geht es langsam aber sicher in die heiße Phase der Mega-IPOs. Die Börsengänge von Anthropic und OpenAI (ChatGPT) sind geplant. Und da passt die Meldung, dass Amazon 25 Milliarden US Dollar in Anthropic investiert und im Gegenzug wird Anthropic für 100 Milliarden US Dollar bei der Amazon AWS-Cloud buchen. Der KI-Boom bleibt auch bei den Chip-Herstellern. SK Hynix hat einen neuen Rekord-Gewinn im 1.Quartal erreicht. Auch AMD und Intel bleiben begehrt. Die IBM-Aktie hat nach den Zahlen über 6% abgegeben. Hauptgrund ist hier die Sorge um die Konkurrenz aus der KI. Rund um die KI bricht die Euphorie mit wenigen Ausnahmen nicht ab. Verlierer bleiben die Software-Konzerne, die vor allem vor Anthropic zittern.
Positiv sind die Zahlen bei SAP und Intel ausgefallen. Intel ist zurück in der Gewinnzone und hat den Umsatz gesteigert. Beide Aktien wurden von den Käufern positiv bewertet. Auch die Gold Newmont hat starke Zahlen veröffentlicht. Die Aktie bewegte sich jedoch kaum, weil der Gewinnanstieg aufgrund des stark gestiegenen Gold-Preises bereits im Kurs eingepreist wurde. Alles in Allem läuft die Berichtssaison bislang sehr positiv. Die Unternehmen können weitestgehend die hohen Erwartungen der Anleger bedienen. Tesla hat am Mittwoch seine Zahlen gemeldet. Diese sind besser ausgefallen als erwartet. Aber der große Durchbruch kommt bei den Autoabsätzen nicht mehr. Ich gehe davon aus, dass der große Schwung, den Tesla zum Start hingelegt hat, tatsächlich Geschichte ist und Tesla eher zu einem langweiligen Investment geworden ist. Die Ausnahme ist natürlich, wenn Tesla andere Produkte außerhalb des Autos in seinem Sortiment / Produktion hat. Aber hier kennt man Elon Musk als exzellenten Verkäufer gut genug, dass man auf die Ankündigungen zumindest mit einem zeitlichen Zusammenhang wenig geben kann. Aber die aktuelle Quote ist sehr gut. Rund 80% der Ergebnisse sind besser als die Erwartungen.Zur negativen Seite, die Deutschland betrifft: die Produktions-Auslastung ist auf 78% gesunken. Das liegt deutlich unter dem Durchschnitt, sagt der BDI (Bund Deutscher Industrie). Außerdem wurde das Wachstum des Verbundes auf Stagflation gesenkt. Selbst die Bundesregierung musste das erwartete BIP-Wachstum für 2026 von zuvor 1,3% auf 0,8% und jetzt auf 0,5% senken. Also von einem realen Wachstum ist längst nicht mehr sprechen. Das zeigt sich auch am neuesten Knaller mit der Hiobsbotschaft bei Volkswagen, die jetzt 1 Million weniger Fahrzeuge im Jahr bauen „wollen“.
Ich mache noch einen kurzen Ausflug zu Bitcoin und Gold. Bitcoin hat sein Tal überwunden. Der Bitcoin bewegt sich wieder in Richtung der 80.000 US Dollar. Gold tut sich dagegen momentan etwas schwer. Es ist eine Seitwärtsbewegung. Es fehlen auch die Impulse. Auf der Zins-Front gibt es sehr wenig zu erzählen, weil die Zentralbanken einfach in der Klemme sitzen. Stagflation, Irritation, Stracciatella … also wer Gold besitzt kann ruhig schlafen. Wer es noch nicht hat, kann sich in einer solchen Situation ganz entspannt den ein oder anderen Klumpen kaufen. Denn selbst bei einem weiteren Preisrückgang ist es ähnlich wie der Stein in einer Steinschleuder: je weiter es sich dehnt, desto weiter fliegt der Stein. Auf gut Deutsch: Gold wird wieder an Fahrt aufnehmen. Aber natürlich nicht mit 300 oder 600%-ter. Es ist eine solide Basis, um sein Vermögen zu sichern.
Wie geht’s an den Börsen weiter?
In der kommenden Woche ist das Quartals-Highlight. Alphabet (Google), Amazon, Meta (Facebook), Microsoft und Apple geben ihre Ergebnisse und Aussichten preis. Außerdem melden Konzerne wie Advantest, Domino Pizza, Airbus, BP (British Petrol), Mercedes, Nestle, Petrochina, Mastercard, Volkswagen, Porsche, UBS, BASF, Coca Cola, Komatsu, Novartis, Robinhood, Samsung, Visa, Adidas und Ford ihre Zahlen. Die geopolitischen Konflikte sind vollkommen unübersichtlich. Am besten erscheint mir aktuell erst einmal Urlaub zu machen und sich die Zahlen von einer Strand-Bar auf dem Handy anzuschauen. Es bleibt volatil. Und ich selbst halte mich in dieser Phase lieber zurück und nehme dann die Übertreibungen ggf. zum Anlass, zu attraktiven Preisen die Gegenbewegung zu nutzen.
Ich wünsche ein erholsames Wochenende!Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur
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