Aktueller Report
- Super Micro, Lenovo, Dell stark – Chip-Sektor investiert mit TSMC und Nvidia weiterhin Milliarden – Vorsicht vor Energie-Engpass im Herbst und Winter – Gold hält Erholungskurs
Liebe Leser,
im Chip-Sektor geht es weiterhin heiß her. Super Micro hat sein Halbjahresergebnis veröffentlicht und sowie die Erwartungen als auch den Ausblick übertroffen. Die Gewinnmarge stieg auf 17% und die Aktie profitierte. Bei den Investitionen im Chip-Sektor gibt jetzt auch Taiwan Semiconductor (TSMC) mit insgesamt 27 Milliarden US Dollar Vollgas. Darunter ist auch ein Joint Venture gemeinsam mit Sony für eine Bildschirm-Chips Fabrik eingeplant. Coreweave, ein Anbieter von Cloud und Hardware-Kapazitäten für KIs, hat seinen Umsatz mehr als verdoppelt. Allerdings verdoppelte sich auch der Verlust. Dennoch stieg die Aktie nach den Zahlen, weil die Kundenbindung wie zu Meta zunimmt und der Auftragsbestand wächst. Coreweave hat daraufhin auch Nebius mit nach oben gezogen. Die Aktie ist am Mittwoch um 34% gestiegen. An dieser Stelle muss man sich schon die Augen reiben!
Nvidia will 500 Milliarden US Dollar für Rechenzentren „mobilisieren“. Dafür sollen große Investment-Gesellschaft wie Blackrock, Blackstone und selbst ARK aktiviert werden. Diese Rechenzentren sollen dann mit Chips von Nvidia ausgestattet werden. Es ist nach meiner Meinung langsam der letzte Strohhalm für Nvidia, um noch den letzten Saft aus der Zitrone auszuquetschen. Danach könnte das Wachstum zunächst wirklich erst einmal ein Ende haben. Aber: wer weiß es schon.
Auch im PC-Business bleibt der Markt heiß. Dell profitiert von den starken Zahlen des chinesischen Herstellers Lenonvo. Das KI-Servergeschäft ist um 757% auf 16,13 Milliarden US Dollar gestiegen. Zugleich hebt Dell die Prognose für KI-Server auf 60 Milliarden US Dollar an. Lenovo hat einen Rekordumsatz mit knapp 27 Milliarden US Dollar erzielt. Das sind 43% gegenüber dem Vorjahr. Auch die Aktie von HP wird selbst ohne Zahlen als Sektor-Aktie mit nach oben gezogen. Die Server-Hardware-Branche schließt also Super Micro Computer an, die zum Wochenstart ihre bereits starke Zahlen vorgelegt hat.
Der Goldpreis erholt sich weiter. Im Wochenverlauf wurde die Marke von 4.400 US Dollar zurückerobert. Nach dem starken Jahresbeginn auf knapp 5.500 US Dollar korrigierte Gold auf 4.000 US Dollar. Die Entwicklung ist sehr spannend. Denn normalerweise sinkt der Goldpreis, wenn die Kapitalmarktzinsen (Anleihen) steigen. Doch anscheinend verlieren die Menschen immer mehr den Glauben an die FIAT-Währungen und die Akzeptanz der Weltleitwährung USD, sowie den Yen und Euro. Denn in den letzten Wochen haben die großen Zentralbanken zum günstigeren Goldpreis kräftig nachgekauft. Allerdings sind die Inflationsdaten im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Eine Punktlandung könnte man sein, zumal alle 12 Sub-Parameter der Inflationsdaten die Erwartungen genau wie in China exakt erfüllt haben. Die Inflationsdaten sind für Gold deshalb so wichtig, weil die Inflation ein maßgeblicher Indikator für die Zentralbankentscheidungen der Zinsentwicklung ist.Und an diesem Punkt habe ich heute eine Video-Empfehlung vom Kollegen Michael Mross: https://www.youtube.com/watch?v=Ab4jJzf67nA In diesem Video geht es um den Gesetzentwurf der Umkehr der Beweisführung für vermögende Werte. Der Zoll soll mehr Befugnisse bekommen und die Herkunft der Werte beweisen. Verdächtige müssen ansonsten ohne Beweis ihre Werte abgeben. Konfisziert!, Weg. Es ist eine weitere Scheibe in der Salami-Taktik und ich empfehle vor allem in diesen Zeiten mit Adleraugen das Geschehen zu beobachten. Vor allem für jene, die noch in Deutschland leben oder dort Vermögen haben.
Wie geht’s an den Börsen weiter?
Wir befinden uns immer noch in Mitten der Sommerpause. Ich sehe als die letzten erholsamen Tage, bevor im September langsam aber sicher das Thema „Herbst / Winter Energie“ entfacht. Rund 15% weniger Öl wird seit dem Irankrieg auf dem Weltmarkt verteilt. Zahlreiche Raffinerien wurden zerstört. Unter anderem auch in Ländern, die nicht in den Kriegen verwickelt sind, stehen immer wieder seit einigen Wochen Raffinerien in Flammen. Die Energie-Reserven sind vor allem im Westen nicht aufgefüllt worden. Was kann passieren? Nun, im letzten Jahr schrammte Deutschland mit seinen Gas-Speichern an einer Katastrophe vorbei. In diesem Jahr ist die Vorbereitung noch schlechter. Dieses Thema sehe ich im Laufe des September-Monats in den Medien aufpoppen.
Ich wünsche ein erholsames Wochenende.Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur
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